Get Adobe Flash player
Wir haben 124 Gäste online

GESCHICHTE (grobe Kurzfassung)

Über den Ursprung unseres Pudels und deren Ahnen stehen viele Vermutungen auf Papier und in der Luft geschrieben. Auf jeden Fall ist der Pudel eine der ältesten bekannten Hunderasse. Behauptungen zufolge lebten bereits im antiken Griechenland und Rom unsere Pudel. Erste anerkannte Nachweise über diese Rasse stammen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Es waren drei Länder, welche ihren Beitrag daran leisteten, dass der Pudel bekannt wurde (Frankreich, England und Deutschland). Die Pudel dieser Länder waren alle von einem ziemlich unterschiedlichen Typus, d.h. sie unterschieden sich von Land zu Land ziemlich deutlich. In Frankreich erfuhr der Pudel eine extreme Beliebtheit wie kaum in einem anderen Land. Sein direkter Vorfahre war der Barbet. Auf französisch wird der Pudel "Caniche" genannt. Es waren die Franzosen, welche den Caniche für die Entenjagd züchteten. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde dazu der Barbet mit einem Spaniel gekreuzt. Somit gilt Frankreich als Ursprungsland des Pudels.

Das Wort "Pudel" stammt aus dem Wort "Pfudel" ab und bedeutet nichts anderes wie "Pfütze". Ausserdem vom altdeutschen Wort "puddeln" was so viel wie " im Wasser planschen" beschreibt. So kann man es in Literaturen nachlesen.

Der Pudel wurde - wie oben erwähnt - hauptsächlich für die Entenjagd eingesetzt. Er wurde als Apportierhund gebraucht. Da der Pudel sehr intelligent und gelehrig ist, wurde er ausserdem ein beliebtes Zirkustier, welches für allerlei Kunststücke eingesetzt wurde.

So gegen Ende des 19. Jahrhunderts galt dem Pudel in England eine grosse Beliebtheit und im Jahre 1890 wurde ausserdem der erste Pudel im Zuchtbuch des American Kennel Clubs eingetragen. In den USA erlangte der Pudel aber erst viel später, nämlich nach dem 2. Weltkrieg, eine grosse Nachfrage und Beliebtheit. Man konnte zu diesem Zeitpunkt wirklich von einem Modehund in den USA reden. Die Rasse des Pudels galt in Amerika in den frühren 60er Jahren als populärste Hunderasse schlechthin. Diese Extrem-Popularität dauerte fast ein Vierteljahrhundert, wobei sich die Rasse auch heute noch immer grosser Beliebtheit erfreuen darf. Liebhaber dieser tollen Hunderasse sind heute auf der ganzen Welt zu finden.

Für ausführlichere geschichtliche Inhalte sind verschiedene Bücher auf dem Markt vorhanden.


CHARAKTER / WESEN

Der Pudel ist äusserst intelligent, was ihn zu einem tollen, gut erziehbaren Begleiter auch in vielen Sparten des Hundesportes macht.

Aber Achtung: Der Pudel braucht eine konsequente Hand.

Man muss dem Pudel in Sachen Intelligenz immer einen Schritt voraus sein. Manchmal kein leichtes Unterfangen.Wink

Wasser ist das Element des Pudels. Er liebt das kühle Nass. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Der Pudel ist eigentlich immer gut gelaunt,  verspielt (apportiert gerne),  äusserst  treu und hängt sehr an seiner Bezugsperson(en). Er will überall dabei sein, ist immer für Arbeit und Spiel zu motivieren und hat eine geballte Ladung an Energie. Die meisten Pudel sind wahre Temperamentsbündel. Der Pudel braucht viel Beschäftigung und Bewegung und ist absolut kein Hund für "waagrechte Sofa-Lieger".

Keinesfalls darf man den Jagdtrieb des Grosspudels unterschätzen. Bei manchen Pudel ist er immer noch sehr ausgeprägt. Bei einigen ist er kaum bis überhaupt nicht vorhanden. Man darf den Grosspudel auch als äusserst wachsam beschreiben. Der Pudel hat einen grossen Beschützerinstinkt. Er beschützt sein Zuhause, sein Revier und seine Familie vor Eindringlingen. Fremden gegenüber ist er freundlich gesinnt, manchmal anfänglich eher etwas zurückhaltend. Der Pudel ist ein toller Gefährte für aktive Menschen, Familien und Kinder.


VERWENDUNGSBEREICHE

Den Pudel trifft man in vielen Sportarten an wie Agility, Obedience, Mobility, Dog Dance oder in den Begleithund-Prüfungs-Sparten. Besonders die Grosspudel werden ausserdem als Blinden- und Katastrophenhunde ausgebildet. Sogar im Schutzhunde-Dienst sind diese anzutreffen. Pudel sieht man auch in Ausstellungsringen oder einfach als Familienhunde.


VARIETÄTEN

Eingetragen ist der Pudel im FCI unter der Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 2, FCI-Standard 172!

Grössen

Den Pudel gibt es in 4 verschiedenen Grössen wobei sich das Erscheinungsbild (ausser Grösse und Farbe) des Pudels nicht verändert.

Grosspudel (Königspudel): 45-62 cm

Mittelpudel: 35-44 cm

Zwergpudel: 28-34 cm

Toypudel: bis 25-28 cm

Farben

Den Pudel gibt es in den Farben schwarz, weiss, braun, fawn, silber, harlekin, black and tan.


FELL und PFLEGE

Der Pudel verliert keine Haare. Er muss deshalb regelmässig durchgebürstet und gekämmt werden um das tote Haar zu entfernen und somit der Pudel nicht verfilzt. Da das üppige, gekrauste Haarkleid des Pudels immer wächst, sollte er (je nach Schur) alle 6-8 Wochen geschoren und gebadet werden. Je kürzer das Haarkleid ist, desto grösser wird natürlich die Zeitspanne bis zur nächsten Schur und die Pflege ist auch einfacher.

Es gibt verschiedene Arten von Schuren. Jeder mag es etwas anders. Sehr selten anzutreffen ist der Schnürenpudel, bei welchem das tote Haar nicht entfernt wird, dieses hängenbleibt und sich mit der Zeit einrollt (sieht ähnlich aus wie Rasta's). Wer an Hundeausstellungen teilnehmen will, muss dem Pudel eine für Ausstellungen verlangte Schur machen. In einem guten Hundesalon, welcher sich auch auf Pudel spezialisiert hat, ist man rund ums Thema Haarkleid gut beraten.

Wie bei allen Hunden müssen natürlich auch beim Pudel öfters Augen und Ohren (Haare zupfen) gereinigt  werden und selbstverständlich verdienen auch die Krallen ihre Aufmerksamkeit.

Der Pudel eignet sich für Hundehaar-Allergiker!